Seminar Technische Hilfeleistung PKW

Am Samstag den 03.05.2014 hatten wir die Möglichkeit an einem Seminar "Technische Hilfeleistung Verkehrsunfall PKW" teilzunehmen. Die  Veranstaltung fand bei der Firma Opel im Werk Rüsselsheim statt. Hierzu wurde uns von der Firma Opel ein fabrikneues Fahrzeug des Typs "Opel Insignia" zu Verfügung gestellt.

DSC 0205Das Seminar, welches ca. 5 Stunden dauerte, war in einen kleineren theoretischen Teil und in einen ausgiebigen praktischen Teil aufgeteilt. Im theoretischen Teil wurden verschiedene Themen angesprochen. So ist ein Rückgang der Verkehrstoten von 1970 bis heute zu verzeichnen. Trotz  angestiegenem Fahrzeugaufkommen. Dies ist auf eine steig verbesserte Fahrzeugsicherheit zurück zu führen. Mit der stetigen Verbesserung der Fahrzeugsicherheit stiegen aber auch die Anforderungen an die Rettungskräfte. So dauerte eine Personenrettung in den 1980er Jahren aus einem verunfallten Fahrzeug im Durchschnitt 5 - 10 Minuten, so kann dies heute bei modernen Fahrzeugen mit einer entsprechenden Sicherheitsausstattung bis zu, im Durchschnitt 45 Minuten dauern. Dies ist auf neue Gefahren für die Einsatzkräfte wie Gas- und Elektroantriebe, Hybridantriebe, Airbags, Auslösesysteme (pyrotechnische  Gasgeneratoren) und Gurtstraffer zurück zuführen. Weiterhin wurde der Umgang mit entsprechenden Rettungskarten bzw. Rettungsdatenblätter geschult. Und Nutzung eines neuen Systems für eine schnellere Indentifizierung des Fahrrzeugtyps durch eine Kennzeichenabfrage der Leitstelle.

 

Im praktischen Teil wurde als erstes ein geordneter Ablageplatz für alle einzusetzenden Rettungsgeräte geschaffen. DSC 0213Das Fahrzeug wurde dann gegen wegrollen gesichert. Intensiv wurde das Glasmanagment (entfernen von Glasscheiben) und der Umgang mit den Einsatzmitteln, hydraulischer Rettungsatz (Rettungsschere, Spreizer, Rettungszylinder) geschult. Weiterhin wurde vom Ausbilderteam der Firma Opel geschult gefährliche Bauteile, gehärtete und verstärkte Bauteile, Schnittbereiche unter Zuhilfenahme der vorher angesprochenen Rettungskarten bzw. Rettungsdatenblätter zu kennzeichnen. Das Einrichten geeigneter Ansatzpunkte für Rettungsschere, Spreizer und Rettungszylinder wird immer schwieriger, weil von den Fahrzeugherstellern immer mehr Kunststoffe und leichtere Materialien verbaut werden. Dadurch erzielt man an den klassischen Ansatzpunkten keine nennenswerten Erfolge mehr. Zu Vorführung wurden dann auch Airbags ausgelöst.

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Es war für uns alle ein tolles und sehr lehrreiches Seminar. Unser Dank geht an die Firma Opel und das Ausbilderteam !

   

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