24-Stunden Dienst der Jugendfeuerwehr 2017

Vom Freitag den 24. auf Samstag den 25.03.2017 veranstaltete die Jugendfeuerwehr Liederbach erneut einen 24-Stunden Dienst im Feuerwehrhaus. Hierbei hatten die Jugendlichen die Möglichkeit 24 Stunden lang viele Aufgaben und Einsätze in Übungsform zu erleben, den Teamgeist zu stärken und auch das Erlernte der vergangenen Diensten ein- und umzusetzen.

Gestartet wurde am Freitagabend um 18Uhr mit der Begrüßung, der Einteilung auf die Fahrzeuge und der Einrichtung der Schlafplätze im Feuerwehrhaus.
 
 
Noch nicht ganz fertig mit dem Einrichten lies der Gong die Nachwuchseinsatzkräfte bereits um 18:35 Uhr das erste Mal aufschrecken.
Die Leistelle alarmierte zu einer Ölspur in den Sindlinger Weg, hier hieß es eine Stunde lange ab streuen und aufnehmen von ausgelaufenen Betriebsstoffen, die aus einem PKW entwichen waren.
Zurück im Feuerwehrhaus folgte nach dem Aufrüsten der Fahrzeuge erst mal eine Stärkung, das Abendessen. Anschließend nach mehreren Tellern Gulasch kehrte erst mal Ruhe ein und es folgte die Bereitschaftszeit, bevor ab 22Uhr Nachtruhe angesagt war.
 
Um kurz nach 23Uhr dann der nächste Alarm, diesmal ging es aus zu einer unklaren Explosion im Bereich der Feldgemarkung des Hofheimer Wegs. Vor Ort musste eine Chemikalie, welche drohte auszulaufen umgepumpt werden. Des Weiteren wurden zwei Personen vermisst, die Rettungshundestaffel wurde nachalarmiert und zusammen mit ihr die erste Person bereits nach kurzer Zeit aufgefunden und gerettet. Die zweite Person konnte ebenfalls gefunden und mit Hilfe einer technischen Rettung schnell dem Rettungsdienst übergeben werden.
Nach dem zweistündigen Einsatz waren alle froh wieder zurück im Feuerwehrhaus zu sein und in ihren Betten liegen zu können.
 
Nach einer kurzen Nacht weckte eine ausgelöste Brandmeldeanlage die Jugendlichen um 6:32Uhr, Alarm für den Löschzug der Feuerwehr Liederbach. Es ging aus in eine Gewerbefirma, in der die Brandmeldeanlage Alarm geschlagen hatte.
Um 8Uhr gab es Frühstück, hierbei wurde sich gestärkt und der ein oder andere wurde langsam so richtig wach.
 
Ab 9:30Uhr stand Fahrzeug- und Gerätepflege auf dem Dienstplan. Die Fahrzeuge und die Fahrzeughalle wurden gereinigt, sowie weitere kleinere Aufgaben übernommen, bis es um 11:20Uhr das nächste mal gongte. Alarm "Unklare Rauchentwicklung in der Feldgemarkung an der Untermühle" meldete die Leitstelle. Kurz darauf waren die Fahrzeuge besetzt und es ging los. Bereits auf der Anfahrt war die Rauchsäule zu sehen, die den Weg zur Einsatzstelle wies.

Es brannte Unrat in einer Gitterbox, diesen galt es zu löschen. Da der Weg bis zum nächsten Unterflurhydranten zu weit war musste zeitgleich mit dem Aufbau des Löschangriffs auch noch eine Saugleitung zur Wasserentnahme aus dem Liederbach aufgebaut werden. Das Feuer war im Anschluss schnell gelöscht.
 
Zurück im Feuerwehrhaus wartete auch schon das Mittagessen auf die hungrigen Jugendlichen und im Anschluss etwas Ruhe in der Bereitschaftszeit.
Bis um 13:45Uhr der nächste Ruf zum Einsatz der Leitstelle kam, diesmal war ein Keller voll Wasser gelaufen, welcher ausgepumpt werden musste, dies stellte aber kein großes Problem für die Mannschaft da, mit dem Einsatz von zwei Tauchpumpen war der Keller schnell von dem ungewünschten Wasser befreit.
 
Zurück im Feuerwehrhaus stand ab 15Uhr Ausbildung auf dem Dienstplan, die wurde jedoch schnell von dem nächsten Einsatz abgelöst. "Alarm für den Hilfeleistungszug der Feuerwehr Liederbach, Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person" stand auf dem Einsatzfax des Zugführers. MTW, LF8, TLF16 und RW2 rückten aus in den Zeilsheimer Weg. Vor Ort hatte sich ein Verkehrsunfall mit einem PKW ereignet, bei dem noch eine Person im PKW festsaß. Die Person wurde mit Hilfe der Ausbilder der Jugendfeuerwehr aus dem PKW befreit und anschließend bis zur Übergabe an den Rettungsdienst betreut.
 
Noch während der Aufräumarbeiten des letzten Einsatzes meldete die Leistelle sich mit einem Folgeeinsatz, erneuter Einsatz für den kompletten Hilfeleistungszug der Feuerwehr Liederbach. Schnell wurden noch die letzten Gerätschaften in den Autos verstaut und es ging weiter zur neuen Einsatzstelle.
Hier wurde ein Forstarbeiter bei Holzarbeiten unter mehreren Baumstämmen eingeklemmt.
Nach einer umfassenden Beratung und Betreuung der Person konnte diese schließlich mit schwerem Gerät, wobei die Ausbilder natürlich unterstützen auch gerettet werden.
 
Nun ging es zurück ins Feuerwehrhaus und der Feierabend nach fast 24 Stunden Dienst war nicht mehr weit. Nach ein paar letzten Aufräumarbeiten ging um 18Uhr der Tag für die Jugendlichen zu Ende. Sichtlich müde aber trotzdem sehr zufrieden gingen alle nach Hause. Es wird mit Sicherheit nicht der letzte 24 Stunden Dienst gewesen sein.
 
Ein großes Dankeschön an alle Ausbilder und weiteren Mithelfern, die diesen Dienst ermöglicht und gestaltet haben.
 
Weitere Bilder finden Sie in der Bildergalerie.
 
 
   

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